Hannover trifft besser


Mit 75:84 hat der USC sein Heimspiel gegen Hannover vor knapp 800 Zuschauern verloren. Zur Halbzeit lag das Team von Markus Zilch mit 33:34 zurück. Eine schlechte Trefferquote (7/29 Dreier) verhinderte einen Sieg, der durchaus möglich gewesen wäre. Die Gäste, die mit zwei neuen US-Boys (Willis, Hennie) in Freiburg aufliefen, trafen zwar insgesamt auch nicht viel besser als der USC, doch hatten die Tigers zwei wichtige Phasen, in denen sie von außen erfolgreich waren. So z.B. zu Beginn des Spiels als Emmanuel Holloway und Brian Moten Hannover mit je zwei Dreiern wesentlichen Anteil an der 21:14 der Tigers hatten (10. Minute). Auch im 2. Viertel blieb Hannover stets in Führung. Nach einem Foul an Emmanuel Holloway beim Dreier wuchs die Gästeführung an der Freiwurflinie gar auf zehn Punkte an (19:29). Doch bis zur Halbzeit konnte der USC zur Freude der engagierten Zuschauer auf 33:34 verkürzen.

Nach der Pause waren zunächst beide Teams einige Male am Stück erfolgreich, Hannover traf allerdings vier Dreier in vier Angriffen, so dass sich die Niedersachsen erneut etwas absetzen konnten. Nach einem weiteren Dreier von Jan-Peter Prasuhn führte Hannover gar mit 56:44. Die Freiburger versuchten in dieser Phase ebenfalls mit Distanzwürfen zum Erfolg zu kommen, doch kein einziger Dreier konnte im 3. Viertel verwandelt werden. Am Brett waren die Hausherren ungleich erfolgreicher, doch merkten sie das erst in den letzten Minuten des Abschnitts. Immerhin konnte der USC bis zur 30. Minute noch auf 53:58 verkürzen.

Näher als auf fünf Punkte sollte das USC-Team allerdings auch in letzten Viertel nicht mehr herankommen. Die Gäste siegten letztlich souverän mit 84:75. USC-Trainer Markus Zilch haderte nach dem Spiel mit den Offensiventscheidungen seiner Mannschaft: "Wenn ma von außen einfach nicht erfolgreich ist, sollte man sich überlegen, ob man immer weiter drauf schießt. Am Brett waren wir deutlich erfolgreicher, doch haben wir zu wenige Bälle direkt an den Korb gebracht." Auch defensiv lief es bein USC nicht so gut, wie in den beiden letzten Spielen: "Wir waren hinten vielleicht 5% schlechter als in den vergangenen Spielen, doch das reicht bereits, um zu verlieren.", so Co-Trainer Mihajlo Derkovic. Bester Werfer beim USC war Andrew Hunter mit 20 Punkten. Bei den Gästen erzielte Emmanuel Holloway 28 Punkte und war der überragende Mann auf dem Feld.

Am kommenden Wochenende tritt der USC Freiburg beim Tabellenfünften Saar-Pfalz Braves an. Ein schweres Unterfangen steht den Freiburgern also bevor, doch aufgrund der Erfolge von Jena und Essen im Abstiegskampf könnte auch der USC etwas Zählbares gut gebrauchen.

Für Freiburg spielten: Hunter 20/2, Roquette 12, Sharda 12/2, Robinson 11/1, Petric 8/1, Evans 8, Zazai 4, Grübler, Herdrich, Tessmann, Haag.

Für Hannover: Holloway 28/4, Moten 20/4, Willis 13/1, Arigbabu 10, Mangold 9, Prasuhn 7/2, Hennie, Eisenblätter.