Dicke Überraschung
Dem USC Freiburg ist eine weitere Überraschung geglückt. Mit 72:57 (32:25) setzten sich die Breisgauer beim Tabellenfünften in chemnitz durch.
Trainer Markus Zilch hatte seiner Mannschaft von Beginn an eine Zonenverteidigung verordnet, die sogleich bestens funktionierte. Nur zehn Punkte der Hausherren wurden im ersten Viertel zugelassen. Der USC machte es in der Offensive allerdings auch nicht besser. Sieben Ballverluste, darunter einige Schrittfehler, verhinderten eine bessere Punktausbeute des USC in den ersten zehn Minuten.
Bis zur Halbzeitpause blieb die Freiburger Verteidigung stabil. Dank zweier Dreier von Marin Petric konnten die Freiburger erstmals in Führung gehen. Die gute Defensivarbeit bescherte außerdem einige Fastbreaks, bei denen sich vor allem Gerald Robinson mit insgesamt zwölf Punkten in der 1. Halbzeit in die Punkteliste eintragen konnte.
Die Freiburger hätten gut und gerne höher führen können zur Halbzeit, doch eine schwache Freiwurfquote des USC hielt den Vorsprung im einstelligen Bereich (32:25, 20. Minute).
Die 2. Hälfte eröffnete Andrew Hunter, der defensiv enorm wertvoll war, mit seinem ersten Feldkorb. Danach gelang dem USC vorne einige Minuten nicht viel. Die Niners konnten durch einen 9:0 Run sogar ausgleichen. Doch wer fürchtete, der Favorit könne nun die Spielkontrolle übernehmen, der sah sich getäuscht. Es folgte nach einer USC-Auszeit die stärkste Phase der Breisgauer. Eine Reihe von Ballgewinnen der beherzten USC-Defense und nach wichtigen Rebounds durch Lars Grübler gelangen den Freiburgen zahlreiche Schnellangriffe. Bis auf 52:38 konnten sich die Freiburger absetzen.
Dass die Freiburger auch im letzten Viertel so engagiert weiter arbeiteten, war der Hauptgrund dafür, dass man recht schnell nicht mehr zittern musste. Nur ein einziges Mal konnten die offensiv einfallslosen 99ers auf unter zehn Punkte verkürzen (49:57). Doch erneut half dem USC die starke Defense. Achmadschah Zazai, der früh foulbelsatet war und dennoch sehr wichtig war, per Korbleger und Yannick Evans nach Assist vom Zazai brachten den USC wieder mit 61:49 nach vorne. Spätestens nach einem Dreier von Anish Sharda zum 64:51 (37. Minute) war die Gegenwehr der Sachsen vollends gebrochen. Problemlos brachten die Freiburger den Vorsprung über die Zeit. Am Ende siegten die Breisgauer "hoch verdient", wie 99ers Coach Mirolybov nach dem Spiel sagte. Sein Gegenüber Markus Zilch zeigte sich hochzufrieden: "Wenn man gegen einen Gegner in der Pro A nur 57 Punkte zulässt, hat man einen sehr guten Job gemacht."
Am kommenden Wochenende geht es für den USC mit einem Heimspiel gegen die UBC Hannover Tigers weiter. Wie gegen Chemnitz ging auch gegen die Niedersachsen das Hinspiel verloren (77:87). Vielleicht gelingt dem USC ja auch hier die Revanche, dann in eigener Halle (Samstag, 06.02.10, 19.30 Uhr).
Für Freiburg spielten: Sharda 15/3, Robinson 12/1, Hunter 10, Petric 10/2, Zazai 10/1, Evans 8, Roquette 4, Grübler 3, Tessmann, Grübler.
Für Chemnitz: Buford 10, Johnson 10/2, Rastatter 8, Allen 7/1, Zyskunow 6, Roberts 5, Lipke 4, Harbut 4, Ahnsehl 3/1, Rosenthal.